Eine Pflanze benötigt während der Saison nicht immer dieselbe Pflege. Zuerst keimt sie und bildet Wurzeln, danach entwickeln sich Blätter und bei fruchttragenden Pflanzen später auch Blüten und Früchte. Was einem kleinen Sämling hilft, muss daher bei einer Pflanze, die bereits Blütenknospen bildet, nicht mehr sinnvoll sein.
Biostimulanzien für Pflanzen sollten Sie deshalb danach auswählen, was gerade mit der Pflanze geschieht. Soll das Wurzelwachstum unterstützt werden? Wächst sie nur langsam? Beginnt sie zu blühen? Oder erholt sie sich von Hitze, Trockenheit oder anderem Stress? Daran lässt sich erkennen, welche Art der Unterstützung im jeweiligen Moment sinnvoll ist.
Die Grundlage für gesundes Wachstum bleiben jedoch immer ausreichend Licht, Wasser, eine geeignete Temperatur, die Verfügbarkeit von Nährstoffen und ein gesundes Wurzelsystem. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, kann ein Stimulator sie nicht ersetzen. In diesem Artikel erfahren Sie, woran Sie die einzelnen Arten der Unterstützung unterscheiden, wann Sie sie einsetzen und wann Sie die Ursache eines Problems besser an anderer Stelle suchen sollten.
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Was ist ein Wachstumsstimulator und Biostimulans?
Ein Wachstumsstimulator unterstützt bestimmte Prozesse, die mit dem Wachstum und der Entwicklung der Pflanze zusammenhängen. Nicht alle Wachstumsstimulatoren für Pflanzen funktionieren jedoch gleich. Einige konzentrieren sich auf Keimung und Wurzeln, andere auf die Blattbildung und wieder andere auf Blüten und Früchte.
Pflanzliche Biostimulanzien unterstützen natürliche Prozesse der Pflanzen und können beispielsweise zu einer besseren Nährstoffnutzung, zum Wachstum oder zu einer höheren Stresstoleranz beitragen. Dadurch unterscheiden sie sich in ihrer Funktion von klassischen Düngemitteln.
Ein Dünger versorgt die Pflanze mit Nährstoffen. Ein Biostimulans unterstützt dagegen Prozesse, die beeinflussen, wie die Pflanze verfügbare Ressourcen nutzt oder auf Umweltbedingungen reagiert. Je nach Zusammensetzung können diese Präparate beispielsweise biologisch aktive Stoffe, Bodenmikroorganismen oder Mykorrhizapilze enthalten.
Biostimulanzien für Pflanzen ersetzen außerdem keine Mittel zum Schutz der Pflanzen vor Schädlingen und Krankheiten. Sie können die Kondition und Regeneration der Pflanze unterstützen, beseitigen das eigentliche Problem jedoch nicht.
Wie wählt man einen Stimulator danach aus, was die Pflanze benötigt?
Orientieren Sie sich vor allem daran, in welcher Entwicklungsphase sich die Pflanze befindet und was Sie bei ihr unterstützen möchten. Verlassen Sie sich nicht nur auf den Monat im Kalender. Zwei gleiche Pflanzen können sich aufgrund unterschiedlicher Aussaatzeitpunkte, Temperaturen oder Anbaubedingungen in verschiedenen Entwicklungsphasen befinden.
Wenn eine Pflanze nicht wächst oder an Vitalität verliert, muss ein Wachstumsstimulator nicht der erste Schritt sein. Prüfen Sie:
- ob sie ausreichend Licht erhält,
- ob sie zu viel gegossen wurde oder umgekehrt längere Zeit zu trocken steht,
- ob die Temperatur für sie geeignet ist,
- ob die Wurzeln geeignete Bedingungen haben – ausreichend Feuchtigkeit, Luft und Platz zum Wachsen,
- ob die Pflanze beschädigt oder von Schädlingen befallen ist.
1. Keimung, Wurzeln und Start der Pflanze
Zu Beginn muss der Samen keimen und die junge Pflanze anschließend ein funktionsfähiges Wurzelsystem bilden. Über die Wurzeln nimmt sie Wasser und Nährstoffe auf, daher beeinflusst deren Zustand auch das weitere Wachstum der oberirdischen Pflanzenteile.
Wie lassen sich Keimung und Wurzelbildung unterstützen?
- Zur Unterstützung der Samenkeimung und eines guten Starts junger Pflanzen kann CHITEKO eingesetzt werden. Es unterstützt die Keimung, fördert das Wachstum des Wurzelsystems sowie der oberirdischen Pflanzenteile und die allgemeine Vitalität der jungen Pflanze. Es eignet sich daher bereits ganz am Anfang, wenn der Samen keimt und die Pflanze erst die Grundlage für ihr weiteres Wachstum bildet.
- Wenn Sie vor allem die Bildung des Wurzelsystems und das Umfeld fördern möchten, in dem sich die Wurzeln entwickeln, ist ZEMBIOTIKO sinnvoll. Es handelt sich um ein Bodenbiostimulans mit mehreren Arten von Bodenmikroorganismen, das vor oder während der Aussaat eingesetzt wird. Es fördert die Bildung des Wurzelsystems junger Pflanzen und die Besiedlung der Wurzelzone mit nützlichen Mikroorganismen. Als Wurzelstimulator richtet es sich damit direkt auf die frühe Entwicklungsphase der Wurzeln.
- Eine andere Funktion hat FERTIKO. Dabei handelt es sich um mikrobielle Pflanzennährstoffe mit Mykorrhiza auf Basis von Bodenmikroorganismen, die dabei helfen, Nährstoffe für die Pflanze verfügbar zu machen. Es eignet sich daher, wenn Sie sich auf die Verfügbarkeit und Nutzung der im Boden vorhandenen Nährstoffe konzentrieren möchten. Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn eine Pflanze trotz regelmäßiger Düngung stagniert und eine weitere Düngergabe allein das Problem nicht löst.
Die Pflanze wächst nach dem Umpflanzen nicht weiter?
Nach dem Umpflanzen kann eine Pflanze vorübergehend stagnieren, weil sich das Wurzelsystem an die neuen Bedingungen anpasst. Prüfen Sie zuerst, ob das Substrat nicht zu nass, zu trocken oder zu wenig luftdurchlässig ist. Sind die Bedingungen in Ordnung, konzentrieren Sie sich je nach Bedarf auf die Bildung des Wurzelsystems oder auf eine bessere Verfügbarkeit und Nutzung der Nährstoffe.
2. Wachstum und Blattbildung
Nach der Wurzelbildung geht die Pflanze in ein intensiveres Wachstum der oberirdischen Teile über. Neue Triebe und Blätter entstehen, die die Photosynthese ermöglichen und die Pflanze auf ihre weitere Entwicklung vorbereiten.
Bei manchen Arten dient diese Phase als Vorbereitung auf die spätere Blüte und Fruchtbildung. Bei Salat, Spinat oder Kräutern ist dagegen eine kräftige Blattmasse selbst das eigentliche Ziel des Anbaus.
Wie lassen sich Wachstum und Blattbildung unterstützen?
Zur gezielten Unterstützung der Blattbildung kann ein auf das vegetative Wachstum ausgerichtetes Biostimulans eingesetzt werden. LISTEKO ist zur Anwendung nach der Keimung und während des Wachstums bestimmt. Es fördert die Bildung neuer Blätter und eignet sich daher besonders für Blattgemüse und Kräuter, die wegen ihrer Blätter angebaut werden. Es kann auch bei der Regeneration geschädigter Blattflächen eingesetzt werden.
Bei Fruchtgemüse wie Tomaten oder Paprika ist die Blattbildung jedoch nicht das eigentliche Anbauziel. Sobald sich die ersten Knospen bilden, verändert sich die Entwicklungsphase und der Schwerpunkt verlagert sich auf die Blüte und anschließende Fruchtbildung.
Unterstützung je nachdem, was Sie anbauen:
→ Salat und Spinat – Ziel ist die Bildung von Blattmasse → LISTEKO
→ Kräuter, die wegen ihrer Blätter angebaut werden – Unterstützung der Blatt- und Triebbildung → LISTEKO
→ Fruchtgemüse und Obst – sobald Knospen erscheinen, verlagert sich der Schwerpunkt auf Blüte und Fruchtbildung → STIMULO
→ Blühende Zierpflanzen – Ziel sind Bildung und Qualität der Blüten → STIMULO
3. Blüte und Fruchtbildung
Bei Pflanzen, die wegen ihrer Früchte angebaut werden, kommt der Zeitpunkt, an dem sich der Schwerpunkt auf die Blüte und anschließende Fruchtbildung verlagert. Die Pflanze beginnt Knospen, Blüten und später Früchte zu bilden. Damit verändert sich auch, welche Unterstützung sinnvoll ist.
Wann sollte man mit der Unterstützung der Blüte beginnen?
Sobald die ersten Knospen erscheinen und die Pflanze in die Blütephase eintritt, ist es sinnvoll, die Unterstützung auf diese Entwicklungsphase auszurichten.
Bei Tomaten ist dieser Wechsel gut sichtbar. Die junge Pflanze bildet zunächst Wurzeln und Blattmasse. Sobald die ersten Blütenstände und Knospen erscheinen, beginnt die nächste Entwicklungsphase.
Dabei müssen Sie die Bezeichnungen der einzelnen Vegetationsphasen nicht kennen. Es genügt, die Pflanze zu beobachten. Eine schnelle Bildung von Trieben und Blättern weist auf vegetatives Wachstum hin, während die ersten Knospen den Übergang zur Blüte anzeigen.
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Wie lassen sich Blüten- und Fruchtbildung unterstützen?
Die Blüte ist der Ausgangspunkt für die spätere Frucht. In dieser Phase richtet sich der Schwerpunkt daher auf die Bildung von Blüten, die Verringerung des Blütenabfalls und die anschließende Entwicklung der Früchte.
STIMULO ist ein Biostimulans zur Anwendung vor und während der Blüte. Es unterstützt die Blütenbildung und hilft, den Blütenabfall zu reduzieren, und unterstützt anschließend die Fruchtbildung. Bei Fruchtgemüse und Obst zielt es damit auf die Entwicklungsphase ab, die direkten Einfluss auf den späteren Ertrag hat.
Die Anwendung ist jedoch nicht auf Pflanzen beschränkt, die wegen ihrer Früchte angebaut werden. Bei blühenden Zierpflanzen ist die Blüte selbst das Ziel, daher unterstützt STIMULO die Bildung und Qualität der Blüten. Es eignet sich somit überall dort, wo eine reiche Blüte oder die anschließende Fruchtbildung im Mittelpunkt steht.
Stress, Schäden und Regeneration von Pflanzen
Stress ist keine weitere regelmäßige Entwicklungsphase. Er kann während der Wurzelbildung, beim Blattwachstum, während der Blüte oder bei der Fruchtbildung auftreten.
Auslöser können Umpflanzen, Trockenheit, Hitze, Überwässerung, starker Wind, Hagel oder andere ungünstige Bedingungen sein. Beseitigen oder reduzieren Sie zunächst die Ursache des Stresses und konzentrieren Sie sich anschließend auf die Regeneration.
Wie kann man eine Pflanze wieder stärken?
Schützen Sie eine welke, geschwächte oder beschädigte Pflanze zunächst vor weiteren ungünstigen Einflüssen. Das weitere Vorgehen hängt davon ab, wodurch die Pflanze geschädigt wurde und wie sich die Schäden zeigen.
| Was ist passiert? | Was zuerst tun? | Welche Unterstützung kommt infrage? |
|---|---|---|
| Die Pflanze stagniert nach dem Umpflanzen | Die Feuchtigkeit gleichmäßig halten, Staunässe vermeiden und für ein luftiges Substrat sorgen | CHITEKO zur Unterstützung von Vitalität und Regeneration nach Stress |
| Trockenheit und Hitze | Bewässerung anpassen, Überhitzung der Wurzeln reduzieren und gegebenenfalls beschatten | CHITEKO zur Unterstützung von Vitalität und Regeneration |
| Überwässerung und gelbe Blätter | Das Substrat teilweise abtrocknen lassen und die Drainage kontrollieren | Nach Beseitigung der Ursache kann CHITEKO zur Unterstützung der Regeneration eingesetzt werden |
| Hagel oder starker Wind haben die Blätter beschädigt | Stark beschädigte Teile entfernen und geeignete Bedingungen für die Regeneration schaffen | LISTEKO zur Regeneration der Blattfläche, CHITEKO zur Unterstützung der Regeneration nach Stress |
CHITEKO unterstützt die Vitalität und Widerstandsfähigkeit von Pflanzen bei Stress. LISTEKO eignet sich, wenn Sie gezielt die Bildung neuer Blätter und die Regeneration geschädigter Blattflächen unterstützen möchten.
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Welchen Stimulator wählen? Schneller Überblick nach Pflanzenbedarf
Wenn Sie bereits wissen, was Sie bei Ihrer Pflanze unterstützen möchten, können Sie anhand der folgenden Übersicht schnell die passende Art der Unterstützung auswählen. Nicht jede Pflanze benötigt alle Präparate – entscheidend sind ihre aktuelle Entwicklungsphase und ihr tatsächlicher Bedarf.
| Was geschieht mit der Pflanze? | Worauf sollte man sich konzentrieren? | Geeignete Unterstützung |
|---|---|---|
| Sie säen Samen aus | Keimung und Start der jungen Pflanze | CHITEKO |
| Sie möchten die Bildung des Wurzelsystems einer jungen Pflanze unterstützen | Wurzeln und Wurzelumgebung | ZEMBIOTIKO |
| Die Pflanze stagniert trotz regelmäßiger Düngung | Verfügbarkeit und Nutzung der Nährstoffe | FERTIKO |
| Sie bauen Salat, Spinat oder Kräuter wegen ihrer Blätter an | Bildung von Blattmasse | LISTEKO |
| Knospen erscheinen und die Pflanze beginnt zu blühen | Blüte und anschließende Fruchtbildung | STIMULO |
| Die Pflanze steht unter Stress oder erholt sich davon | Vitalität und Regeneration | CHITEKO |
| Die Blattfläche ist beschädigt | Bildung neuer Blätter und Regeneration der Blattmasse | LISTEKO |
Kann man Stimulatoren während der Saison wechseln und kombinieren?
Ja. Wenn sich während der Saison der Bedarf der Pflanze verändert, kann sich auch die gewählte Unterstützung ändern. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Pflanze nacheinander alle Präparate benötigt.
Bei fruchttragenden Pflanzen verlagert sich beispielsweise mit dem Auftreten von Knospen und Blüten das Hauptziel des Anbaus in Richtung Blüte und Fruchtbildung. Gleichzeitig kann jedoch ein anderer Bedarf entstehen – zum Beispiel Regeneration nach Stress oder Unterstützung der Nährstoffverfügbarkeit.
Kann man mehrere Stimulatoren gleichzeitig verwenden?
Ja, einige natürliche Stimulatoren können sich in einer konkreten Situation ergänzen. Kombinieren Sie sie jedoch nur dann, wenn jeder von ihnen einem anderen konkreten Bedarf der Pflanze entspricht.
Bei Blattschäden durch Hagel oder starken Wind kann LISTEKO zur Unterstützung der Bildung neuer Blattflächen und CHITEKO zur Unterstützung der Regeneration nach Stress eingesetzt werden. Es ist jedoch nicht notwendig, mehrere Präparate vorsorglich ohne konkreten Grund zu kombinieren.
Beachten Sie immer die empfohlene Anwendung und Dosierung der jeweiligen Präparate.
Die häufigsten Fehler bei der Anwendung pflanzlicher Stimulatoren
Auswahl nur nach der Bezeichnung „für Wachstum“
Stimulatoren unterscheiden sich danach, welchen Teil der Pflanzenentwicklung sie unterstützen. Klären Sie daher zuerst, ob Sie Keimung, Wurzeln, Nährstoffverfügbarkeit, Blattbildung, Blüte und Früchte oder die Regeneration nach Stress unterstützen möchten.
Der Versuch, schlechte Bedingungen durch einen Stimulator auszugleichen
Natürliche Stimulatoren ersetzen weder Lichtmangel noch ungeeignete Bewässerung, falsche Temperaturen oder eine unzureichende Grundversorgung mit Nährstoffen. Wenn eine Pflanze nicht gedeiht, beseitigen Sie zuerst die Ursache und wählen Sie anschließend eine gezielte Unterstützung.
Unterstützung der falschen Entwicklungsphase
Orientieren Sie sich daran, was die Pflanze tatsächlich bildet. Ein keimender Samen benötigt eine andere Unterstützung als eine junge Pflanze beim Aufbau ihres Wurzelsystems oder eine Tomatenpflanze, die bereits Knospen und Blüten bildet.
Mehrere Präparate ohne konkreten Grund einsetzen
Eine Pflanze muss während der Saison nicht nacheinander alle verfügbaren Präparate erhalten. Jeder Stimulator sollte zu dem passen, was Sie bei der Pflanze im jeweiligen Moment gezielt unterstützen möchten.
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Von den Wurzeln über die Blätter bis zu Blüten und Früchten
Die Bedürfnisse einer Pflanze verändern sich während ihrer Entwicklung. Bei der Auswahl eines pflanzlichen Stimulators sollten Sie daher davon ausgehen, in welcher Entwicklungsphase sich die Pflanze befindet und was Sie gezielt unterstützen möchten.
Wachstumsstimulatoren für Pflanzen sind erst dann sinnvoll, wenn die Pflanze geeignete Grundbedingungen hat. Wenn sie nicht gedeiht, beseitigen Sie zunächst die Ursache des Problems und wählen Sie erst danach die Unterstützung entsprechend dem tatsächlichen Bedarf der Pflanze.


