Sie säen Samen aus, bereiten ein hochwertiges Substrat vor, gießen regelmäßig und warten. Manche Pflanzen keimen schnell, andere lassen sich Zeit. Und sobald die ersten Blätter erscheinen, wartet bereits die nächste Herausforderung: Die Pflanzen müssen ein ausreichend kräftiges Wurzelsystem entwickeln, das sie mit Wasser und Nährstoffen versorgt und ihr weiteres Wachstum ermöglicht. Erfolgreicher Pflanzenanbau beginnt schließlich nicht erst über der Erde, sondern schon viel früher.

Die Keimung, die Wurzelbildung und das anfängliche Wachstum sind entscheidende Phasen für die spätere Entwicklung einer Pflanze. Es reicht nicht aus, dass ein Samen keimt. Die junge Pflanze muss funktionsfähige Wurzeln bilden, Wasser und Nährstoffe aufnehmen und sich schrittweise an ihre Umgebung anpassen. Genau dabei können Keimungsstimulatoren, Wurzelstimulatoren und natürliche Biostimulanzien helfen, indem sie die natürlichen biologischen Prozesse der Pflanzen unterstützen.
Allerdings wirken nicht alle Präparate auf die gleiche Weise. Manche beeinflussen direkt den Stoffwechsel und die Abwehrreaktionen der Pflanzen. Andere fördern die Entwicklung des Wurzelsystems mithilfe von Bodenmikroorganismen. Wieder andere tragen dazu bei, Nährstoffe verfügbar zu machen, die zwar im Boden vorhanden sind, von den Pflanzen aber nicht ausreichend genutzt werden können.
Wie lässt sich das Pflanzenwachstum beschleunigen und der passende Wachstumsstimulator auswählen? Dafür sollte man zunächst verstehen, was bei der Keimung und Wurzelbildung tatsächlich geschieht und wie die einzelnen Präparate diese Prozesse beeinflussen.
Was ist ein Wachstumsstimulator und wie wirkt er?
Pflanzenstimulatoren und Biostimulanzien unterstützen die natürlichen Prozesse der Pflanzen – entweder durch eine direkte Wirkung auf ihre physiologischen Abläufe oder durch biologische Prozesse im Wurzelbereich. Sie können die Samenkeimung, Wurzelbildung, Nährstoffaufnahme, das Wachstum und die Reaktion auf ungünstige Umweltbedingungen beeinflussen. Ihre Wirkung muss dabei nicht auf der Zufuhr zusätzlicher Nährstoffe beruhen. Häufig helfen sie den Pflanzen vielmehr, die bereits vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen.
Während ein herkömmlicher Dünger die Pflanzen mit Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor oder Kalium versorgt, unterstützt ein Biostimulans deren Nutzung sowie weitere Prozesse, die mit dem Wachstum und der Widerstandsfähigkeit der Pflanzen zusammenhängen. Dieser Unterschied ist besonders bei der Anzucht junger Pflanzen wichtig. Entwickelt ein Setzling nur ein schwaches Wurzelsystem, lässt sich das Problem nicht allein durch eine höhere Düngermenge lösen. Ein Nährstoffüberschuss kann die empfindlichen Wurzeln sogar schädigen.
Was fördert das Pflanzenwachstum?
Ausreichend Wasser, Licht und Nährstoffe sowie ein gesundes Wurzelsystem bilden die Grundlage für eine gute Pflanzenentwicklung. Eine wichtige Rolle spielen aber auch natürliche physiologische Prozesse, die durch pflanzliche Biostimulanzien beeinflusst werden können. Diese Prozesse beginnen bereits in dem Moment, in dem ein Samen Wasser aufnimmt. Eine gezielte Biostimulation kann Pflanzen in mehreren wichtigen Bereichen unterstützen:
- Samenkeimung – unterstützt Prozesse, die die Geschwindigkeit und Gleichmäßigkeit der Keimung beeinflussen.
- Wurzelbildung und Wurzelentwicklung – hilft Pflanzen, ein stärker verzweigtes Wurzelsystem mit einer größeren Oberfläche für die Wasser- und Nährstoffaufnahme zu entwickeln.
- Wachstum junger Pflanzen – unterstützt physiologische Prozesse, die für die Entwicklung der Wurzeln und oberirdischen Pflanzenteile wichtig sind.
- Nährstoffaufnahme und Nährstoffverwertung – trägt dazu bei, Nährstoffe im Boden verfügbar zu machen und ihre Nutzung durch die Pflanzen zu verbessern.
- Widerstandsfähigkeit gegenüber ungünstigen Bedingungen – unterstützt die natürlichen Abwehrreaktionen und die Stresstoleranz der Pflanzen.
Um diese Wirkungen zu erzielen, sind allerdings nicht fünf verschiedene Präparate notwendig. Ein einzelnes Biostimulans kann mehrere Prozesse gleichzeitig unterstützen. Entscheidend sind seine Zusammensetzung und Wirkungsweise. Chitosan beeinflusst beispielsweise physiologische Prozesse der Pflanzen, während nützliche Bodenmikroorganismen das Wurzelwachstum, die Nährstoffverfügbarkeit und die Nährstoffaufnahme fördern.
Wie lässt sich die Keimung von Samen fördern?
Jeder lebensfähige Samen enthält den Embryo der zukünftigen Pflanze sowie Reservestoffe, die für seine anfängliche Entwicklung benötigt werden. Damit er keimen kann, muss er Wasser aufnehmen und Stoffwechselprozesse aktivieren, die während der Ruhephase weitgehend heruntergefahren waren.
Nach der Wasseraufnahme werden Enzyme wieder aktiv, die gespeicherten Reservestoffe werden genutzt und der Embryo beginnt zu wachsen. In der Regel durchbricht zuerst die Keimwurzel die Samenschale. Sie verankert die junge Pflanze und ermöglicht ihr, Wasser aus der Umgebung aufzunehmen.
Keimungsstimulatoren können die Stoffwechsel- und Enzymprozesse unterstützen, die während der Keimung aktiviert werden. Je nach Zusammensetzung des Präparats, Pflanzenart und Anbaubedingungen können sie so zu einer schnelleren und gleichmäßigeren Keimung beitragen.
Kann ein Keimungsstimulator die Keimfähigkeit von Samen erhöhen?
Ja, Keimungsstimulatoren können nicht nur die Keimgeschwindigkeit fördern, sondern unter bestimmten Bedingungen auch den Anteil der Samen erhöhen, die erfolgreich keimen. Entscheidend sind vor allem die Lebensfähigkeit des Saatguts und die Bedingungen, unter denen die Keimung stattfindet.
Dabei ist es wichtig, zwischen Keimgeschwindigkeit und Keimfähigkeit zu unterscheiden. Die Keimgeschwindigkeit beschreibt, wie lange Samen bis zur Keimung benötigen. Die Keimfähigkeit gibt hingegen den Prozentsatz der Samen an, die normal entwickelte Keimlinge hervorbringen können. Ein Stimulator kann beide Werte beeinflussen, muss sie aber nicht gleichzeitig verbessern.
Ein schnelleres und gleichmäßigeres Auflaufen ist auch für das weitere Wachstum von Bedeutung. Pflanzen, die sich ungefähr im gleichen Tempo entwickeln, lassen sich leichter pflegen und weisen häufig eine gleichmäßigere Anfangsentwicklung auf. Die Förderung der Keimung schafft zugleich gute Voraussetzungen für die anschließende Entwicklung des Wurzelsystems.
Die Wirkungen von Keimungs- und Wachstumsstimulatoren überschneiden sich deshalb häufig. Die Unterstützung muss nicht mit der Keimung enden, sondern kann sich auch auf die weitere Entwicklung junger Pflanzen erstrecken.
Ist das Saatgut allerdings beispielsweise bereits alt und ein Teil der Embryonen nicht mehr lebensfähig, kann kein Stimulator diese wieder zum Leben erwecken.
Wie wirkt Chitosan bei der Keimung?
Chitosan ist ein natürliches Polysaccharid, das aus Chitin gewonnen wird. Bei der Biostimulation von Pflanzen unterstützt es Stoffwechselprozesse und aktiviert die natürlichen Abwehrreaktionen der Pflanzen.
Chitosan ist in CHITEKO enthalten, einem natürlichen Biostimulans zur Förderung der Samenkeimung, des Wurzelwachstums und der allgemeinen Pflanzenvitalität. Seine Wirkung endet jedoch nicht, sobald die erste Keimwurzel erscheint.
Chitosan wirkt auch als Elicitor – also als Substanz, die natürliche Abwehrmechanismen der Pflanzen aktiviert. Dadurch wird die Fähigkeit der Pflanzen unterstützt, auf ungünstige Umwelteinflüsse zu reagieren.
CHITEKO fördert die photosynthetische Aktivität, die Nährstoffaufnahme und das Wachstum der oberirdischen Pflanzenteile. Es hilft Pflanzen, Trockenheit, Umpflanzstress und andere Belastungssituationen während der Vegetationsperiode besser zu bewältigen. Bei höheren Dosierungen unterstützt es außerdem die induzierte Abwehrfähigkeit der Pflanzen gegenüber Krankheiten und Schädlingen.
Wann ist CHITEKO für mich sinnvoll?
- Ich säe Paprika oder Tomaten aus und möchte ein gleichmäßiges Auflaufen der Samen fördern.
- Ich ziehe Jungpflanzen vor und möchte ihr anfängliches Wachstum unterstützen.
- Meine Pflanzen werden bald umgepflanzt oder müssen eine Trockenperiode überstehen. Deshalb möchte ich ihre Stresstoleranz fördern.
Wie lassen sich die Wurzelbildung und das Wachstum junger Pflanzen fördern?
Sobald ein Samen gekeimt ist, beginnt die intensive Entwicklung des Wurzelsystems. Die Wurzeln verankern die Pflanze im Boden, sorgen für die Aufnahme von Wasser und mineralischen Nährstoffen und ermöglichen ihr weiteres Wachstum.
Ein gut entwickeltes Wurzelsystem ermöglicht es der Pflanze, ein größeres Bodenvolumen zu erschließen und die für ihre weitere Entwicklung benötigten Ressourcen aufzunehmen. Dabei kommt es nicht nur auf die Länge der Hauptwurzel an.
Von großer Bedeutung sind auch die Verzweigung sowie die Bildung von Seitenwurzeln und Wurzelhaaren. Diese vergrößern die Oberfläche, über die die Pflanze Wasser und gelöste Nährstoffe aufnehmen kann, erheblich.
Bei jungen Pflanzen und Setzlingen befindet sich das Wurzelsystem noch in der Entwicklung. Seine Förderung ist deshalb besonders wichtig, wenn die Pflanze mehr Blätter bildet und ihr Bedarf an Wasser und Nährstoffen steigt. Wurzelstimulatoren unterstützen in dieser Phase die Bildung und Entwicklung des Wurzelsystems und helfen den Pflanzen, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen.
Wie lässt sich das Wurzelwachstum bei Pflanzen fördern?
Die Wurzelbildung wird durch Pflanzenhormone, die Nährstoffverfügbarkeit, Feuchtigkeit, den Sauerstoffgehalt des Bodens und die Mikroorganismen im Wurzelbereich beeinflusst. Ein Wurzelstimulator unterstützt Prozesse, die mit der Bildung, Verzweigung und Funktionsfähigkeit des Wurzelsystems zusammenhängen. Die einzelnen Präparate können sich dabei sowohl in ihrer Zusammensetzung als auch in ihrer Wirkungsweise unterscheiden.
Eine Möglichkeit besteht darin, nützliche Bodenmikroorganismen einzusetzen. Bestimmte Bakterien und Pilze besiedeln den Bereich rund um die Wurzeln, beteiligen sich an der Bereitstellung von Nährstoffen und schaffen günstige biologische Bedingungen für die Wurzelentwicklung.
Auf diesem Prinzip basiert ZEMBIOTIKO, ein Biostimulans für den Boden, das eine Kombination aus nützlichen Mikroorganismen und weiteren biologisch aktiven Bestandteilen enthält.
Womit lässt sich die Wurzelbildung junger Pflanzen unterstützen?
ZEMBIOTIKO wirkt als Wurzelstimulator: Es unterstützt die Bildung des Wurzelsystems junger Pflanzen, seine Verzweigung und die Vergrößerung der Oberfläche, über die Wasser und Nährstoffe aufgenommen werden. Seine Wirkung beruht auf der Aktivität von Bodenmikroorganismen und weiteren natürlichen Bestandteilen.
Es enthält nützliche Bakterien der Gattungen Bacillus und Azotobacter, Pilze der Gattung Trichoderma sowie Mykorrhizapilze der Gattung Rhizophagus. Weitere Bestandteile sind Extrakte aus der Algenfermentation, Torfextrakte, Aminosäuren und Vitamine.
Die Bakterien und Pilze sind an biologischen Prozessen im Wurzelbereich beteiligt. Einige fördern die Verfügbarkeit von Nährstoffen, andere tragen zu günstigen Bedingungen für das Pflanzenwachstum bei. ZEMBIOTIKO unterstützt somit nicht nur die Wurzeln selbst, sondern auch die Umgebung, in der sie sich entwickeln.
Nützliche Mikroorganismen besiedeln die Wurzeln und ihre unmittelbare Umgebung, die als Rhizosphäre bezeichnet wird. In diesem Bereich findet ein intensiver Stoffaustausch zwischen Pflanze, Boden und Mikroorganismen statt.
ZEMBIOTIKO verbessert außerdem die Nährstoffaufnahme und unterstützt die Toleranz der Pflanzen gegenüber Trockenheit und anderen ungünstigen Bedingungen. Es trägt auch zur induzierten systemischen Resistenz (ISR) bei, also zur Aktivierung natürlicher Abwehrreaktionen der Pflanzen.
Warum ist ein kräftiges Wurzelsystem beim Umpflanzen wichtig?
Beim Umpflanzen können feine Wurzeln und Wurzelhaare beschädigt werden. Gleichzeitig muss sich die Pflanze an eine neue Umgebung, andere Feuchtigkeitsverhältnisse, Temperaturen oder eine veränderte Substratzusammensetzung anpassen.
Solange sich ihr Wurzelsystem nicht ausreichend regeneriert hat, kann die Wasseraufnahme eingeschränkt sein. Die Pflanze wächst dann langsamer, lässt mitunter die Blätter hängen oder verliert vorübergehend an Vitalität. Dieser Zustand wird als Umpflanzstress bezeichnet.
Ein Wurzelstimulator hilft jungen Pflanzen dabei, ein funktionsfähiges Wurzelsystem zu entwickeln, das für ihr weiteres Wachstum unverzichtbar ist. Beim Umpflanzen kommt es nicht nur auf die Bildung neuer Wurzeln an, sondern auch auf deren Fähigkeit, Wasser und Nährstoffe aus der Umgebung aufzunehmen.
Wann ist ZEMBIOTIKO für mich sinnvoll?
- Ich ziehe Jungpflanzen vor und möchte die Entwicklung ihres Wurzelsystems fördern.
- Ich pflanze junge Pflanzen ins Beet und möchte ihnen helfen, diese anspruchsvolle Phase besser zu überstehen.
- Ich setze Zierpflanzen oder Beerensträucher und möchte ihre Wurzelbildung unterstützen.
Wie lassen sich die Nährstoffverfügbarkeit und Nährstoffaufnahme verbessern?
Pflanzen benötigen für ihr Wachstum Stickstoff, Phosphor, Kalium und zahlreiche weitere mineralische Nährstoffe. Dass diese im Boden vorhanden sind, bedeutet jedoch noch nicht, dass die Pflanze sie auch aufnehmen kann.
Ein Teil der Nährstoffe ist im Boden in mineralischen oder organischen Verbindungen gebunden, aus denen die Wurzeln sie nicht direkt aufnehmen können. Ihre Verfügbarkeit hängt sowohl von den chemischen Eigenschaften des Bodens als auch von den darin ablaufenden biologischen Prozessen ab.
Phosphor kann beispielsweise in schwer löslichen mineralischen Verbindungen vorliegen. Auch bestimmte Formen von Kalium, Eisen und anderen Elementen können für Pflanzen nur eingeschränkt verfügbar sein.
Hier kommt die mikrobielle Pflanzenernährung ins Spiel. Sie nutzt Bodenmikroorganismen, die dabei helfen, Nährstoffe verfügbar zu machen und ihre Aufnahme über das Wurzelsystem zu fördern.
Wie machen Bodenbakterien Nährstoffe für Pflanzen verfügbar?
Der Boden ist ein lebendiges Ökosystem, in dem zahlreiche biologische Prozesse stattfinden. Eine wichtige Rolle spielen dabei Bakterien und Pilze, die im Wurzelbereich leben.
Bestimmte Bodenbakterien können Stoffe in Formen umwandeln, die für Pflanzen leichter verfügbar sind. Andere beteiligen sich an der biologischen Stickstofffixierung oder setzen Substanzen frei, die dazu beitragen, mineralische Nährstoffe verfügbar zu machen.
Ausgewählte Bakterien der Gattung Azotobacter können beispielsweise atmosphärischen Stickstoff fixieren. Bestimmte Bakterien der Gattung Bacillus sind an der Bereitstellung von Phosphor und weiteren mineralischen Nährstoffen beteiligt.
Der Vorteil der mikrobiellen Pflanzenernährung besteht darin, dass sie die Nutzung von Nährstoffen fördert, die bereits im Boden vorhanden sind. Dadurch erhalten Pflanzen einen besseren Zugang zu den Ressourcen, die sie für ihr Wachstum benötigen.
Diese biologischen Prozesse nutzt FERTIKO mit Mykorrhiza, ein natürliches Präparat zur mikrobiellen Pflanzenernährung auf Basis einer ausgewählten Mischung nützlicher Bodenmikroorganismen.
Wie funktioniert die mikrobielle Pflanzenernährung mit FERTIKO?
FERTIKO enthält Mikroorganismen, die die Stickstofffixierung und die Bereitstellung mineralischer Nährstoffe aus dem Boden unterstützen. Dadurch hilft es Pflanzen, Nährstoffe aus Formen zu erschließen, die sie sonst nur schwer nutzen könnten.
Das Präparat enthält Mikroorganismen der Gattungen Azotobacter, Bacillus, Thiobacillus, Frateuria, Trichoderma und Rhizophagus.
Ihre Wirkung umfasst die Bereitstellung von Phosphor, Kalium, Schwefel, Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Silizium und Mangan. Wie gut die einzelnen Nährstoffe verfügbar sind, hängt auch vom pH-Wert des Bodens und von der jeweiligen chemischen Form ab.
FERTIKO fördert ein gesundes Pflanzenwachstum, die Entwicklung des Wurzelsystems und eine bessere Nährstoffaufnahme. Außerdem trägt es zur Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegenüber Stress und ungünstigen Bedingungen einschließlich Trockenheit bei.
Was ist Mykorrhiza und wie hilft sie Pflanzen bei der Nährstoffaufnahme?
Mykorrhiza bezeichnet eine für beide Seiten vorteilhafte Lebensgemeinschaft zwischen bestimmten Pilzarten und Pflanzenwurzeln. Die Pflanze versorgt den Pilz mit organischen Stoffen, die bei der Photosynthese entstehen. Im Gegenzug hilft der Pilz der Pflanze, Wasser und mineralische Nährstoffe aufzunehmen.
Mykorrhizapilze bilden ein Netzwerk feiner Pilzfäden, die als Hyphen bezeichnet werden. Diese durchziehen den Boden und vergrößern den Bereich, aus dem die Pflanze Wasser und Nährstoffe beziehen kann.
Besonders wichtig ist Mykorrhiza bei der Aufnahme von Phosphor, der im Boden nur wenig beweglich ist. Die Pilzfäden können auch Bereiche erreichen, in die die Pflanzenwurzeln selbst nicht vordringen, und so zur Phosphorversorgung beitragen.
Mykorrhiza unterstützt außerdem den Wasserhaushalt und die Toleranz der Pflanzen gegenüber ungünstigen Bedingungen. Sie erweitert den funktionellen Einzugsbereich des Wurzelsystems, ohne dass die Pflanze den gesamten Bodenraum mit eigenen Wurzeln durchdringen muss.
FERTIKO enthält Mykorrhizapilze der Gattung Rhizophagus, die an der Aufnahme von Wasser und mineralischen Nährstoffen beteiligt sind. Gemeinsam mit weiteren Mikroorganismen unterstützen sie somit die Pflanzenernährung und die Funktionsfähigkeit des Wurzelsystems.
Mykorrhiza ist allerdings nicht für alle Pflanzen gleichermaßen von Bedeutung. Während beispielsweise Tomaten und Paprika eine Symbiose mit Mykorrhizapilzen eingehen können, bilden Kohl, Grünkohl oder Radieschen eine solche Lebensgemeinschaft normalerweise nicht aus. Das bedeutet jedoch nicht, dass FERTIKO für diese Pflanzen keinen Nutzen hat. Seine Bodenbakterien helfen nämlich dabei, Phosphor und weitere mineralische Nährstoffe verfügbar zu machen – unabhängig davon, ob eine Pflanze Mykorrhiza bildet.
Wann ist FERTIKO für mich sinnvoll?
- Ich möchte biologische Prozesse im Boden fördern, die zur Verfügbarkeit von Nährstoffen beitragen.
- Ich baue Tomaten oder Paprika an und möchte die Nährstoffaufnahme mithilfe von Bodenmikroorganismen und Mykorrhiza unterstützen.
- Ich pflege Beerensträucher oder Zierpflanzen und möchte ihre Nährstoffversorgung während der Vegetationsperiode fördern.
Wie wählt man den passenden Stimulator für Pflanzen aus?
CHITEKO, ZEMBIOTIKO und FERTIKO unterstützen mehrere Prozesse gleichzeitig, unterscheiden sich jedoch in ihrer Wirkungsweise. Achten Sie bei der Auswahl deshalb vor allem darauf, welchen Bereich der Pflanzenentwicklung Sie gezielt fördern möchten.
| Was möchten Sie fördern? | Präparat | Wie hilft es? |
|---|---|---|
| Samenkeimung, Vitalität und natürliche Abwehrfähigkeit der Pflanzen | CHITEKO | Chitosan unterstützt den Stoffwechsel, das Wachstum der Wurzeln und oberirdischen Pflanzenteile und aktiviert natürliche Abwehrreaktionen. |
| Wurzelbildung, Entwicklung des Wurzelsystems und Wachstum junger Pflanzen | ZEMBIOTIKO | Nützliche Mikroorganismen und biologisch aktive Bestandteile unterstützen die Wurzelbildung, Nährstoffaufnahme und Widerstandsfähigkeit der Pflanzen. |
| Verfügbarkeit mineralischer Nährstoffe und deren Aufnahme durch Pflanzen | FERTIKO mit Mykorrhiza | Bodenmikroorganismen machen Nährstoffe verfügbar, während Mykorrhizapilze deren Aufnahme über das Wurzelsystem unterstützen. |
Wie verwendet man einen Wachstumsstimulator für Pflanzen?
Wachstumsstimulatoren unterscheiden sich nicht nur in ihrer Zusammensetzung und Wirkung, sondern auch in ihrer Form und Anwendung. CHITEKO ist ein flüssiges Konzentrat, das mit Wasser verdünnt und entweder auf die Pflanzen gesprüht oder als Gießlösung im Wurzelbereich ausgebracht wird. Es wird während der Vegetationsperiode eingesetzt und unterstützt das Wachstum, die Vitalität und die natürliche Abwehrfähigkeit der Pflanzen.
ZEMBIOTIKO und FERTIKO sind pulverförmige Präparate, die vor der Anwendung in Wasser eingerührt und anschließend als Gießlösung auf den Boden ausgebracht werden. ZEMBIOTIKO wird bei der Aussaat, der Jungpflanzenanzucht und beim Umpflanzen eingesetzt, um die Entwicklung des Wurzelsystems zu fördern. FERTIKO wird bei der Aussaat und während der Vegetationsperiode auf den Boden ausgebracht, damit seine Mikroorganismen die Nährstoffverfügbarkeit und Nährstoffaufnahme unterstützen können.
Die genaue Dosierung, die empfohlenen Anwendungsintervalle und die Haltbarkeit der angesetzten Lösung finden Sie in der jeweiligen Produktanleitung.
Kann man Wachstumsstimulatoren mit Düngern kombinieren?
Ja. Biostimulanzien und Dünger können sich gegenseitig ergänzen. Dünger versorgen Pflanzen mit Nährstoffen, während Biostimulanzien Prozesse unterstützen, die mit dem Wachstum, der Nährstoffaufnahme und der Widerstandsfähigkeit der Pflanzen zusammenhängen.
Bei der Jungpflanzenanzucht kann beispielsweise ein Dünger für die grundlegende Nährstoffversorgung eingesetzt werden, während ein Biostimulans gleichzeitig die Entwicklung des Wurzelsystems unterstützt.
ZEMBIOTIKO kann mit organischen Düngern und Düngern für den ökologischen Landbau kombiniert werden. Werden mehrere Präparate gemeinsam verwendet, ist es wichtig, die jeweils empfohlenen Dosierungen einzuhalten.
Ein Biostimulans ist nicht automatisch ein Ersatz für Dünger. Fehlt den Pflanzen tatsächlich ein essenzieller Nährstoff, muss eine ausreichende Versorgung sichergestellt werden.

Geben Sie Ihren Pflanzen einen guten Start
Sie müssen nicht warten, bis Ihre Pflanzen im Wachstum zurückbleiben. Die Förderung der Keimung, Wurzelbildung und Nährstoffversorgung können Sie bereits ab der Aussaat in die Pflanzenpflege integrieren. Eine frühzeitige Biostimulation hilft, günstige Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung zu schaffen und anspruchsvolle Wachstumsphasen besser zu bewältigen.
Wählen Sie das Präparat danach aus, welchen Bereich Sie beim Anbau unterstützen möchten, und schaffen Sie eine gute Grundlage für die gesamte Vegetationsperiode.


