Bodenmikroorganismen können vereinfacht in Bakterien (Prokaryoten) und Pilze (Eukaryoten) unterteilt werden. Und wie in jedem lebenden System eines bestimmten Organismus, also auch in Pflanzen, leben nützliche Mikroorganismen, die mehr oder weniger nichts beeinflussen (über sie werden wir noch sprechen.) Und dann gibt es schädliche (pathogene) Mikroorganismen, das sind verschiedene Verursacher von Fäulnis, Schimmel usw.
Nützliche Bodenmikroorganismen, die wir pflanzliche Probiotika oder Bodenprobiotika nennen können, wirken durch mehrere Mechanismen positiv auf die Pflanze. Die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen ist die Fähigkeit, effektiv den Einfluss pathogener Organismen (Schimmel, Fäulnis, Insektenbefall usw.) ohne größere negative Auswirkungen auf das Wachstum und die anschließende Fruchtbildung zu bewältigen. Die Qualität von Pflanzen (Gemüse, Obst und Zierpflanzen) könnte durch die Erhaltung oder das Übertreffen aller Eigenschaften der Pflanze definiert werden, die wir von ihrem Wachstum oder ihrer Ernte erwarten.
1. Mikroorganismen machen Nährstoffe und Wasser für Pflanzen verfügbar
Verschiedene Arten von Bazillen können die grundlegenden Bausteine, die in Boden aus Muttergestein vorhanden sind, zugänglich machen, die Pflanzen selbst nicht nutzen können. Wir müssen auch jene Bakterien erwähnen, die in der Lage sind, den Stickstoff aus der Luft, durch die Umwandlung in Ammoniak, im Boden zu binden. Auch Mykorrhiza-Pilze können dank ihrer langen Hyphen (Fäden) tiefer an die Wasserquelle im Boden gelangen und somit den Pflanzen in Trockenperioden helfen.
Dank dessen können die Pflanzen mit ausreichend Nährstoffen und Wasser versorgt werden, damit diese gut wachsen und in genügender Menge Wasser haben. Unsere ZEMBIOTIKO und FERTIKO Produkte mit Mykorrhiza enthalten genau diese Mikroorganismen, die die Nährstoffe verfügbar machen.
2. Mikroorganismen, die indirekt die Widerstandsfähigkeit und Qualität von Pflanzen gewährleisten
Wie zu Beginn erwähnt, herrscht in gesunden Böden reges Treiben, aber es gibt auch viele natürliche Organismen, die im Fall einer Vermehrung in größerer Zahl bei Pflanzen verschiedene Krankheiten hervorrufen können. Wir können sie als Schädlinge bezeichnen. Auch einige Stadien von Insekten schädigen durch das Fressen das Wurzelsystem der Pflanzen.

Aber in einem gesunden Boden ist alles in Gleichgewicht. Und genau deshalb gibt es hier auch nützliche Bakterien und Pilze, die in ihrer Umgebung Substanzen produzieren können, die sich negativ auf diese Pflanzenschädlinge auswirken. Einerseits konkurrieren sie mit ihnen und verdrängen sie aus der Umgebung, und andererseits können sie direkt verschiedene Keime von pathogenen (schädlichen) Pilzen, Bakterien, aber auch Entwicklungsstadien von schädlichen Insekten
abtöten.
Mikroorganismen, die dank ihres Antagonismus und direkter Konkurrenz eine Prävention gegen Pilzkrankheiten darstellen,  sind beispielsweise in  dem Produkt ZEMBIOTIKO enthalten.
3. Mikroorganismen, die direkt zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit und Qualität von Pflanzen beitragen
Direkten Einfluss auf die Vitalität und das gesunde Wachstum von Pflanzen haben viele sogenannte symbiotische Mikroorganismen. Zuerst erwähnen wir Mykorrhiza-Pilze, über die man laienhaft sagen könnte, dass sie das Wurzelsystem der Pflanzen vergrößern. Die Fäden der Mykorrhiza-Pilze durchdringen  die Wurzeln der Pflanzen und ermöglichen so den Austausch von Nährstoffen. Die Pflanze liefert durch die Photosynthese Zucker, den der Pilz nicht synthetisieren kann.
Mykorrhiza-Pilze liefern den Pflanzen im Gegenzug verschiedene notwendige Elemente aus dem Boden und Wasser, auch weil die Fäden der Pilze oft viel länger sind und tiefer reichen als die Wurzeln der betreffenden Pflanze, wie bereits oben erwähnt.

Bakterien der Gattung Bacillus spp., die direkt auf der Oberfläche der Wurzeln und der oberirdischen Teile der Pflanzen wachsen, konkurrieren mit pathogenen Pilzen (Schimmel und Fäulnis) und produzieren Substanzen, die direkt das Pflanzenwachstum verbessern. Bestimmte Arten der Gattung Bacillus spp. lösen eine systemische Abwehrreaktion bei Pflanzen aus und erhöhen damit die Widerstandsfähigkeit gegen das Ausbrechen von Infektionen, die durch Pflanzenpathogene verursacht werden. Diese Eigenschaften und auch andere Mechanismen zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Pflanzen
und der direkten Wirkung auf Pathogene haben Mikroorganismen der Gattungen Pseudomonas spp. und Trichoderma spp.
Gezielt Schädlinge, die saugen und beißen (Kartoffelkäfer, Weißlinge, Wurzelbohrer, Fransenflügler, Minierfliegen, Blattläuse, Spinnmilben usw.), können entomopathogene Pilze oder Bakterien der Gattung Bacillus spp. beseitigen. Viele dieser Mikroorganismen finden Sie auch in unseren Produkten.
Fazit
Mikroorganismen sind ein wesentlicher Bestandteil des Bodens, und wenn im Boden nützliche Mikroorganismen im Gleichgewicht dominieren, zeigt sich das auch an den Pflanzen, und zwar durch gesünderes und volleres Wachstum, größere Erträge und bessere Qualität der Produkte bei der Ernte. Egal, ob es sich um Gemüse, Obst oder nur Zierpflanzen handelt. Und das alles ohne chemische Düngemittel und Pestizide, die den Boden belasten und auch dessen Rückstände und das Grundwasser kontaminieren.