Die Bedeutung von Mikroorganismen für die Ernährung von Pflanzen

Vereinfacht gesagt könnte man sagen, dass der Boden ein großer Organismus ist, in dem die Entstehung und Umwandlung verschiedener Stoffe stattfindet. So wie in letzter Zeit die Bedeutung des menschlichen Darmmikrobioms für das Immunsystem, die Stimmung und das allgemeine Wohlbefinden des Menschen bekannt wird, haben auch Bodenmikroorganismen den gleichen Einfluss auf gesundes Wachstum, die Vitalität, Widerstandsfähigkeit von Pflanzen und auch auf die Qualität und ihren Nährwert für uns Menschen als Konsumenten.

Zusammensetzung und Leben im Boden

Der Boden besteht aus festen mineralischen Bestandteilen, Wasser, Luft und in diesem System leben verschiedene Organismen. Diese vier Elemente bilden zusammen ein Bodenaggregat. Durch die Vereinigung kleiner Aggregate zu größeren Einheiten wird die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu speichern,

erhöht.

slozeni-pudy

In  diesem gesunden Bodensystem herrscht reges Leben – hier leben Pilze, Bakterien, Urtierchen, Fadenwürmer, Ringelwürmer (Regenwürmer), Larven verschiedener Insektenarten und Pflanzenwurzeln. Die meisten dieser Organismen sind in einer Nahrungskette miteinander verbunden.

  • Pilze können dank des umfangreichen Myzels mit  Wasser und Mineralstoffen wirtschaften.
  • Bakterien wandeln organische Bestandteile gut in Mineralstoffe um und machen Nährstoffe verfügbar.
  • Urtierchen ernähren sich von Bakterien und produzieren organische Stoffe.
  • Pflanzen sind die einzigen, die dank dem Wurzelsystem, durch Photosynthese organischen Kohlenstoff in Form von einfachen Zuckern in den Boden abgeben können. Dieser Zucker wird dann von den Pflanzen gegen andere Nährstoffe gerade mit Hilfe von Bakterien und Pilzen eingetauscht.

Und gerade die nächstgelegene Umgebung des Wurzelsystems der Pflanzen, die Rhizosphäre, ist am reichhaltigsten an Mikroben, aber nur in  gesundem Boden, der nicht chemisch mit synthetischen Düngemitteln und Pestiziden belastet ist.

Der Einfluss der intensiven Landwirtschaft auf den Boden

zemedelstvi

Die meisten landwirtschaftlichen Böden sind stark durch intensive Landwirtschaft geschädigt, die zu Bodenerosion führt, wobei die wichtigste organische Komponente des Bodens verloren geht. Eine ausreichende Menge an Mikroorganismen im  Boden sichert den Pflanzen eine optimale Menge Wasser in  Trockenperioden und damit auch die Aufnahme notwendiger Makronährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie Mikronährstoffe wie Calcium, Schwefel, Magnesium, Bor, Mangan, Zink, Eisen, Kupfer usw. in der richtigen Form für die Pflanzenaufnahme.

Dafür sorgen die Mikroorganismen im Boden, die wir auf unsere Felder und Beete bringen können, um sowohl die Bodenqualität als auch die Vitalität und das Wachstum unserer Pflanzen zu verbessern.